Bei einem Besuch der Firma Illerplastic Fensterbau GmbH informierte sich Neu-Ulms Landrat Erich Josef Geßner auch über zukünftige Entwicklungen.
MANUELA RAPP
Au Armin Oßwald sorgt für Transparenz: "Die Illerplastic besteht aus vier GmbHs", erklärte der Chef der Fensterbaufirma aus Illertissen-Au beim Besuch des Neu-Ulmer Landrats Erich Josef Geßner. Er war in Begleitung von Gabriele Weikmann-Kristen (Illertissens dritter Bürgermeisterin) sowie der Wirtschaftsbeauftragten des Landkreises, Monika Stadler, und Illertissens, Petra Schwandt, zum Firmenbesuch erschienen.
Schwerpunkte des Firmen-Quartetts sind zum einen Kunststoffprofile, die im eigenen Werkzeugbau, "eine Art Kernzelle dieses Unternehmens", angefertigt werden. Zum anderen habe die Illerplastic ein wesentliches Standbein im Fensterbau, wo laut Oßwald "die Kunststoffprofile zu Fenstern konfektioniert werden". Daneben zähle auch noch die Fenstertechnik GmbH in Brandenburg zur Unternehmensgruppe. Sie sei im ostdeutschen Markt gut verankert. Schließlich nannte der Inhaber noch die Glas- und Metallbau Illertissen als vierte im Bunde. Sie stellt Elemente aus Aluminium her, aus denen dann etwa Wintergärten, Haustüren oder Glaspyramiden entstünden. 225 Mitarbeiter stehen nach Worten Armin Oßwalds momentan in den Diensten der Firma. "Sie sind unsere wahre Stärke." Die Beschäftigten seien am Erfolg des Unternehmens maßgeblich beteiligt, die Mischung aus jungen und bewährten Kräften mache es. "Oft lässt man ältere Arbeitnehmer auf der Seite, dabei kann man gegenseitig profitieren", schloss sich der Landrat der Meinung Armin Oßwalds an. Erst in Krisen werde dies deutlich.
"Wir haben uns einen sehr guten Namen erarbeitet", sagte der Firmenleiter. Mehrere tausend neue Kunden überzeugten sich jedes Jahr davon. Wie er die Zukunft des Unternehmens einschätzt? Renovierungen der Immobilien lägen im Trend. "Die inflationssichere und wertbeständige Investition wird mehr und mehr gefragt." Auch käme die Förderung der energetischen Sanierung bei der Bevölkerung sehr gut an. Dagegen hätten die Erhöhung der Mehrwertsteuer und die Streichung der Eigenheimzulage die Binnenkonjunktur zurückgeworfen.
Bei dieser Gelegenheit forderte Oßwald auch eine "größere Sicherheit und Verbindlichkeit" im Hinblick auf die stetige Anhebung der Umwelt- und Energiestandards. "Wir brauchen bei der Entwicklung neuer Produkte auch Vorlauf." Immerhin, auch das ließ der Auer durchblicken, "gehen unsere eigenen Produkte ganz gut". Der Betrieb sei voll ausgelastet.