UNTERNEHMEN / Illerplastic will investieren
Neubau im Illertisser Norden
Die Firma Illerplastic will fünf Millionen Euro in einen Neubau für Produktion und
Lager investieren. Davon sollen auch die Nachbarn am Firmensitz in Au
profitieren.
INGE SÄLZLE-RANZ
ILLERTISSEN-AU Wenn alles klappt, wird es im Illertisser Stadtteil Au rund um
die Firma Illerplastic etwas ruhiger. Teile der Produktion des in den 60er Jahren
als Handwerksbetrieb gegründeten Fensterbau-Unternehmens sollen in einen
Neubau verlagert werden. Der ist im neuen Gewerbegebiet "Südlich der
Aumühle" östlich der Staatsstraße 2031 auf Betlinshauser Flur geplant. Das
Familienunternehmen investiert - einschließlich der Erschließung - fünf Millionen
Euro.
Auch nach Fertigstellung der neuen Halle werden die Fenster vorerst weiter in Au
produziert. Die Firmenverwaltung bleibt ebenfalls am angestammten Standort.
Ausgelagert werden die Fertigung der Fensterprofile sowie Lagerflächen.
Außerdem will die Firma ein neues Produkt im neuen Werk fertigen.
Allerdings dürfte bis zum Spatenstich für die 130 mal 40 Meter große
Produktions- und Lagerhalle noch ein wenig Zeit vergehen. "Was wir jetzt
machen, sind eigentlich die Vorbereitungen, die Planung, das
Genehmigungsverfahren", sagt Heiner Oßwald, Chef der etwa 250 Illerplastic-Mitarbeiter.
Voraussetzung für das Projekt ist der Bebauungsplan "Südlich der Aumühle", der
seit Juli 2006 rechtskräftig ist. Um diesen aufzustellen, musste der
Flächennutzungsplan der Stadt Illertissen geändert werden. Bis dahin war das
Gebiet zwischen der Straße Aumühle, der Bahnlinie Ulm-Kempten, der
Staatsstraße 2031 und der jetzigen Industriebebauung im Illertisser Norden als
Ackerland ausgewiesen. Auch im Regionalplan Donau-Iller war ein Grüngürtel
festgehalten, der einer weiteren Zersiedelung der Landschaft nicht geopfert
werden sollte.
Seit einem dreiviertel Jahr also können Heiner Oßwald und sein Sohn Armin an
die Verwirklichung von Plänen gehen, mit denen sie sich schon seit Jahren
beschäftigen. "Die Nachbarschaft wird hier an unserem Firmensitz in Au schon
morgens um fünf durch an- und abfahrende Lastwagen belastet, das soll sich ändern", sagt Armin Oßwald.
Als erstes muss ihr 4,8 Hektar (48 000 Quadratmeter) großes Gelände
erschlossen werden. Allein der Bau einer Zufahrt von der Staatsstraße her werde
600 000 Euro verschlingen, schätzt Heiner Oßwald. Dann noch Wasser, Strom
und Abwasser: "Bis das alles am Laufen ist, das dauert bekanntlich." |