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Neuer Weg für Gewerbebetriebe
 
Illertissen (rp) - Im Norden Illertissens bieten sich demnächst gut 120 000 Quadratmeter zusätzlicher Platz für Gewerbebetriebe. Seit einigen Tagen wird südlich der Straße zur Aumühle, die von der Staatsstraße 2031 in den Stadtteil Au führt, gebaut. Dort entsteht die Pionierstraße. Rundherum um die 283 Meter lange und in Richtung Westen führende Stichstraße sind drei Grundstücksbesitzer angesiedelt: Die Firma TTS Tooltechnic Systems mit rund 40 000 Quadratmetern Grund im Süden, die Stadt Illertissen selbst im Südwesten mit rund 33 500 Quadratmetern und die Unternehmensgruppe Illerplastic der Familie Oßwald mit 46 700 Quadratmetern im Norden.

Der Fensterhersteller aus Au hatte die Ausweisung des Gewerbegebietes im Jahr 2000 angestoßen. Für dessen Gelände besteht seit der Zeit auch schon ein rechtsgültiger Bebauungsplan. Die Erschließung des neuen Gewerbegebietes sei Teil einer mittel- und langfristigen Strategie zur Verlagerung von Unternehmensteilen aus dem Ortsteil Au heraus und zur Fortführung des Unternehmenswachstums am neuen Standort, erklärt Firmenchef Armin Oßwald. Weil er, beziehungsweise sein Vorgänger, Firmengründer Heinrich Oßwald, im Jahr 2000 noch allein auf weiter Flur waren, tritt Armin Oßwald nach Abschluss eines Vertrages mit der Stadt als Erschließungsträger auf.

Rund eine Million Euro wird der Bau der Pionierstraße vom Abzweig an der Staatsstraße bis zum Wendehammer im Westen kosten. Geteilt werden die Kosten unter den drei Grundbesitzern je nach Flächen-Anteil. Für den Bau der Kreuzung auf der 2031 wird es am 24. April einen Spatenstich geben. Die Staatsstraße - so will es das Straßenbauamt - wird an der Stelle aufgeweitet und aus Gründen der Verkehrssicherheit mit Linksabbiegerspuren versehen.

Die Bauarbeiten sind laut Oßwalds Planer Hans-Joachim Lüddemann so organisiert, dass der Verkehr immer zweispurig fließen kann, mit Ausnahme an den beiden Tagen, die zum Auftragen der Teer-Feinschicht benötigt werden. Dann werde eine Umleitung ausgewiesen.
ALFA
 
Benannt ist die neue Straße zur Erinnerung an innovative heimische Zeitgenossen - im Speziellen an die Pionierleistungen des Heinrich Oßwald der als einer der Ersten in Deutschland Kunststofffenster entwickelt und hergestellt hat.

Wann genau Armin Oßwald mit dem Bau neuer Firmengebäude im neuen Gewerbegebiet beginnen wird, steht nach seiner eigenen Aussage noch nicht definitiv fest. Offen ist auch, wer im Südwesten Nachbar der Firma TTS wird. Die Stadt will ihre Fläche vermarkten, ob an einen oder mehrere Interessenten, ist offen. TTS ist derzeit noch bei der Firma Kränzle untergebracht.
 
 
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Quelle: Illertisser Zeitung
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